Frauengesundheit auch im Alter fördern 

Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf und Eva Wutzlhofer-Neusteurer, der Projektleiterin von FEMININA

Eisenkopf: Erfolgsprojekt FEMININA setzt neue Schwerpunkte im Bereich Frauengesundheit

Der 28. Mai ist der „Internationale Tag der Frauengesundheit“. 2024 liegt der Schwerpunkt der FEMININA-Informationsstellen auf Frauen im Alter über 60 Jahre. „Die neuen Projekte von FEMININA widmen sich dem Thema Gesundheit von Frauen 60 plus. Die Angebote beinhalten gezielt Themen, die für Frauen in diesem Alter relevant und interessant sind. Ernährung, Wechseljahre, Gehirngesundheit oder Themen, die auch in der heutigen Zeit noch etwas tabu-behaftet sind, wie ‚Lust im Alter‘, werden in diesem Projektjahr behandelt“, fasst Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf die Schwerpunkte im Frauengesundheitsmonat Mai zusammen. „Es ist uns ein Anliegen, auch dieser Zielgruppe die Möglichkeit zu bieten, sich mit frauenspezifischen Gesundheitsthemen in dieser Lebensphase auseinanderzusetzen“, ergänzt Eva Wutzlhofer-Neusteurer, Projektleiterin von FEMININA. „Die wesentlichen Inhalte sind Themen wie Beckenboden, Ernährung, Stärkung der Resilienz und Selbstfürsorge. Auch die Relevanz des veränderten Hormonhaushalts wird dabei fokussiert, damit die Betroffenen mit ihrem Wissenserwerb eine gute Grundlage für individuelle Erkenntnisse und Reflexion haben.“ 

Frauen sind durch gesellschaftliche und strukturelle Rahmenbedingungen (u. a. Mehrfachbelastungen, Care-Arbeit, Frauenarmut) in ihren unterschiedlichen Lebensphasen als Mädchen, als Frauen im Erwerbsalter oder auch als ältere Frauen mit gesundheitsrelevanten Einflüssen konfrontiert, die sich maßgeblich auswirken können. Unterschiedliche biologische Dispositionen wie beispielsweise der Körper, der Hormonhaushalt oder der Stoffwechsel verursachen, dass Erkrankungen mit anderen Prävalenzen und Symptomen auftreten als bei Männern. „Das sind Gründe, um gezielte Beratungs- und Unterstützungsangebote für Frauen und Mädchen zu schaffen. Das tun wir im Burgenland mit FEMININA“, sagt Eisenkopf.  

Das Bild der Frau über 60 hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert. Die Seniorinnen der Gegenwart sind aktiv und unabhängig, und trotzdem sind Probleme von Frauen über 60 Jahre in den Medien oft weniger sichtbar als jene von jüngeren Frauen. „Die neuen Projekte von Feminina wollen dem entgegentreten mit speziellen Angeboten und Themen, die für Frauen über 60 Jahre relevant und interessant sind“, erklärt Eisenkopf. Drohende Altersarmut und Verteilungsungerechtigkeiten, die sich im sogenannten Equal Pension Day manifestieren, sind zudem oft weitere Herausforderungen für Frauen in ihrer zweiten Lebenshälfte. Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 83,8 Jahren leben Frauen in Österreich um durchschnittlich fünf Jahre länger als Männer. Und dennoch verbringen sie lediglich 57 Lebensjahre in Gesundheit. Hinzu kommt, dass Themen wie die Menopause, die mit dem Älterwerden einhergehen, auch heute noch echte Tabu-Themen sind.

Bereits 2018 wurde mit den FEMININA-Informationsstellen für Frauengesundheit in allen sieben burgenländischen Bezirken ein Angebot geschaffen, das das Thema Frauengesundheit weiter in die Breite trägt und vielen burgenländischen Frauen und Mädchen zugänglich macht. „Uns ist wichtig, Frauen darin zu bestärken, aktiv für mehr Wohlbefinden und ein gesünderes Leben einzutreten. Dies erfolgt auf der einen Seite unter anderem in der Bestärkung von Selbstfürsorge und Selbstbestimmung wie auch der aktiven Wissensvermittlung.  FEMININA erreichte 2023 burgenlandweit 1.300 Frauen und Mädchen mit 65 Workshops. Zusätzlich wurden 100 Beratungen durchgeführt“, berichtet Wutzlhofer-Neusteurer. „Ein gesunder Lebensstil von Frauen und Mädchen muss gefördert und unterstützt werden. Frauen sollen wissen, welche Möglichkeiten sie im Rahmen der Gesundheitsvorsorge haben und wie sie diese Möglichkeiten auch ausschöpfen können“, unterstreicht Eisenkopf. „Mit unseren FEMININA-Informationsstellen für Frauen- und Mädchengesundheit in allen Bezirken stellen wir die Versorgung sieben Mal auf hohem Niveau sicher. Das werden wir auch weiterhin tun. Es freut mich deshalb sehr, dass wir 2024 FEMININA seitens des Frauenreferats mit 55.000 Euro fördern“, so die Landeshauptmann-Stellvertreterin.  

Die Themenbereiche, die von FEMININA behandelt wurden, waren schon in den vergangenen Jahren überaus vielfältig. Sie reichten von Mädchengesundheit über Wechseljahre, Gesundheit von Brust und Gebärmutter, über reproduktive und sexuelle Gesundheit bis hin zum Thema „Älterwerden“. 2023 organisierte FEMININA in allen Bezirken Veranstaltungen mit Schwerpunkten auf psychische Gesundheit von Frauen oder Schönheitsidealen und Körperbildern. Neben den Workshops und Infoveranstaltungen führt Feminina auch Einzelberatungen durch. 

„Als Landesregierung haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die beste Gesundheitsversorgung in Wohnortnähe und Versorgungssicherheit für alle Burgenländerinnen und Burgenländer zu gewährleisten. Wir haben in den vergangenen vier Jahren so viel Geld in unser Gesundheitswesen investiert, wie nie zuvor. Diese Initiativen kommen allen und besonders Frauen und Mädchen zugute“, schloss Eisenkopf.

Am 28. Mai 2024 findet die erste Informationsveranstaltung im Stadtsaal in Güssing statt. Die Themen sind Beckenboden und Brustgesundheit Strassabbau sowie die positiven Auswirkungen von Bewegung auf die Psyche. 

Weitere Informationen und alle Veranstaltungstermine finden Sie auf der Homepage unter www.feminina-bgld.at.

Foto zum Download:  FEMININA_001

Bildtext FEMININA_001: Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf und Eva Wutzlhofer-Neusteurer, Projektleiterin von FEMININA

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland 

Christian Frasz, 7. Mai 2024 

Landesmedienservice Burgenland
7000 Eisenstadt, Landhaus, Europaplatz 1
Tel: 02682/600-2134
Fax: 02682/600-2278
post.oa-presse(at)bgld.gv.at 
www.burgenland.at