Wie geplant laufen bisher die Schutzmaßnahmen gegen Maul- und Klauenseuche an den Grenzen zur Slowakei und nach Ungarn. In der Nacht auf Samstag wurden im Burgenland 21 kleinere Grenzübergänge geschlossen. Bei den sieben geöffneten Übergängen wurden bereits Seuchenteppiche errichtet. Die Polizei kontrolliert Fahrzeuge bei der Einreise. „Heute können wir endlich sagen: Österreich tut alles, was möglich ist, um zu verhindern, dass die Seuche übergreift“, betonte die burgenländische Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner am Samstag am Grenzübergang Klingenbach.
Vor zwei Wochen wurden in der Slowakei erste Fälle von Maul- und Klauenseuche registriert. Nach intensiven Gesprächen mit der Bundesregierung wurden nun auch an den Grenzen die nötigen Maßnahmen gesetzt. „Zwei Wochen sind eine lange Zeit in der Seuchenbekämpfung. Ich bin froh, dass die Bundesregierung jetzt endlich die Maßnahmen ergriffen hat, die wir schon lange gefordert haben“, sagte Haider-Wallner.
Ab heute werden sämtliche Fahrzeuge bei der Einreise aus der Slowakei und Ungarn über Seuchenteppiche geführt. An den beiden Autobahn-Grenzübergängen werden sie ab heute Abend vom Bundesheer betreut, an den anderen Übergängen von Mitarbeiter*innen der Baudirektion des Landes. Die Polizei kontrolliert bei der Einreise, ob Tiere, Fleisch oder Fleischprodukte, Rohmilch oder Rohmilchprodukte eingeführt werden.
Helmut Marban, Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland: „Die Polizei unterstützt die Gesundheitsbehörden bei der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche. Seit Ende letzter Woche werden an den Grenzübergängen Kontrollen von Fahrzeugen und die Überprüfung der notwendigen Dokumente durchgeführt. Seit heute, 00.00 Uhr, dem Zeitpunkt der vorübergehenden Schließung von kleinen Grenzübergängen, erfolgt auch die Sicherung dieser Übergänge. An den vorübergehend geschlossenen Grenzübergängen ist jedweder Grenzverkehr – also auch Fußgänger, Radfahrer, etc. – untersagt. Die Polizei rät auch zur Vermeidung von nicht unbedingt notwendigen Fahrten für die Dauer der Maßnahmen.“
Gerald Gebhardt, der Leiter des Bau- und Betriebszentrums Nord der Baudirektion Burgenland organisierte die praktische Errichtung der Seuchenteppichen an den Grenzübergängen: „Seitens der Baudirektion sind wir auf Einsätze jeglicher Art vorbereitet, sodass wir unmittelbar nach der Beauftragung von Desinfektionsmaßnahmen an der Grenze aktiv werden konnten. 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rückten gestern zur Errichtung der Seuchenteppiche aus, und drei Arbeitstrupps wurden geschult, um die vom Landesfeuerwehrverband bereitgestellte Ameisensäure entsprechend zu mischen und auf die Seuchenteppiche aufzutragen. Unsere Aufgabe wird es nun sein, diese Seuchenteppiche rund um die Uhr mit der Desinfektionslösung benetzt zu halten“, so Gebhardt.
Haider-Wallner verwies auch auf die Kontrollen bei allen Viehbetrieben im Nord- und Mittelburgenland: “Wir überprüfen konsequent, engmaschig und flächendeckend.” In allen 660 Betrieben werden in den nächsten Wochen Hygienemaßnahmen kontrolliert, die Tiere auf Symptome untersucht und Stichproben der Abstriche ins Labor geschickt. In den vier Grenzgemeinden der Überwachungszone wird wöchentlich von allen Tieren eine Probe genommen und ins Labor geschickt.
Appell an die Bevölkerung
Die burgenländische Landeshauptmann-Stellvertreterin appellierte an die Bevölkerung, die Maßnahmen zu unterstützen. Es sollten unnötige Fahrten in die betroffenen Gebiete in der Slowakei und Ungarn unterlassen werden und keine Tiere oder Lebensmittel nach Österreich mitgenommen werden. Fremde Ställe sollen nicht betreten, Tiere von Fremden nicht gefüttert werden.
Einen großen Dank richtete Haider-Wallner an die vielen Mitarbeiter*innen von Krisenstab, Baudirektion, Polizei und Bundesheer sowie an die Tierärzt*innen und die Landwirt*innen, die in den vergangenen Tagen und Wochen “großartigen Einsatz geleistet haben. Ihrem Einsatz verdanken wir, dass wir die Maßnahmen nach den Verordnungen des Bundes so schnell umsetzen konnten.
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Lokalaugenschein Seuchenteppich Grenze Klingenbach 1
Lokalaugenschein Seuchenteppich Grenze Klingenbach 2
Lokalaugenschein Seuchenteppich Grenze Klingenbach 3
Lokalaugenschein Seuchenteppich Grenze Klingenbach 4
Lokalaugenschein Seuchenteppich Grenze Klingenbach 5
Bildtext Lokalaugenschein Seuchenteppich Grenze Klingenbach 1 und 2: Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner mit DI Gerald Gebhardt, dem Leiter Bau und Betrieb Nord der Baudirektion Burgenland und Oberstleutnant Helmut Marban, Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland.
Bildtext Lokalaugenschein Seuchenteppich Grenze Klingenbach 3: Seit Mitternacht sind an allen noch geöffneten Grenzübergängen Seuchenteppiche eingerichtet, die von der Baudirektion mit Desinfektionsmittel befüllt werden.
Bildtext Lokalaugenschein Seuchenteppich Grenze Klingenbach 4: Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner mit DI Gerald Gebhardt, dem Leiter Bau und Betrieb Nord der Baudirektion Burgenland, Oberstleutnant Helmut Marban, Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland und Polizisten, die die Grenzkontrollen durchführen.
Bildtext Lokalaugenschein Seuchenteppich Grenze Klingenbach 5: Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner mit DI Gerald Gebhardt, dem Leiter Bau und Betrieb Nord der Baudirektion Burgenland, und Mitarbeitern der Baudirektion Burgenland, die den Seuchenteppich betreuen.
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland
Eisenstadt, 05. April 2025
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