Das Burgenland setzt seine österreichweit beispiellose Offensivstrategie im Gesundheitsbereich auch in dieser Regierungsperiode fort. „Ziel ist es, eine Gesundheitslandschaft zu schaffen, die mit den Bedürfnissen der Bevölkerung wächst“, betont Gesundheitsreferent und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Wir bauen wohnortnahe Spitzenmedizin für die Burgenländerinnen und Burgenländer konsequent aus. Wenn andere Bundesländer unsere Patientinnen und Patienten ablehnen, müssen wir umso mehr eine adäquate Versorgung im eigenen Bundesland sicherstellen. Gleichzeitig wollen in der Gastpatienten-Thematik positiv bilanzieren.“ Zur burgenländischen Gesundheitsoffensive gehören eine Fünf-Spitäler-Garantie mit dem Ausbau bestehender Klinken und dem Neubau der Klinik in Gols, ein breites Angebotsspektrum sowie die Forcierung der Ausbildungsmöglichkeiten, um auch künftig ausreichend medizinisches Personal für das öffentliche Gesundheitswesen sicherzustellen. „Wir wollen eine Gesundheitsversorgung, die langfristig konkurrenzfähig bleibt, dazu werden wir das bisherige Tempo halten und konsequent eine Maßnahme im Gesundheitsbereich nach der anderen umsetzen“, so der Landeshauptmann. So tut sich auch in den nächsten Wochen viel: Das innovative Da-Vinci-Single-Port-Operationssystem in der Klinik Oberwart wird zum ersten Mal eingesetzt, was gleichzeitig eine österreichweite Premiere bedeutet. Zudem bringen neue Ambulanzen und neue Abteilungen in burgenländischen Kliniken weitere Verbesserungen im öffentlichen Gesundheitswesen.
Mitte März wird in der Klinik Oberwart mit dem neuen Da-Vinci-Single-Port-Operationssystem zum ersten Mal operiert. Mit dem neuen System kommt damit ein Upgrade in der roboter-assistierten Chirurgie zum Einsatz, ein Vorgängermodell – der Da-Vinci-Xi-OP-Roboter – ist bereits seit 2022 in Betrieb. Der Da-Vinci-Single-Port-Roboter bedeute eine immense Leistungserweiterung bei minimalinvasiven Operationen in Gynäkologie, Chirurgie, HNO und Urologie, mit enormen Vorteilen für die Patientinnen und Patienten, betont Franz Öller, Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland: „Es handelt sich um das allererste Gerät dieser Art in Österreich, darauf können wir zurecht stolz sein.“
Kliniken: Neue Ambulanzen, neue Abteilungen
Nachdem in der Klinik Oberwart Mitte Februar die Stillambulanz gestartet ist, steht mit Anfang April bereits der nächste Meilenstein an, wenn die Ambulanz für Neurochirurgie startet und in weiterer Folge die entsprechende Abteilung aufgebaut wird.
In der Klinik Oberpullendorf läuft die Nierenambulanz seit Mitte Jänner. Die neue Augenabteilung – vom Fachschwerpunkt zur Vollabteilung – ist derzeit im Ausbau und soll noch heuer finalisiert werden. Auch räumlich tut sich in Oberpullendorf einiges: Noch in dieser Woche sind die neuen Familienzimmer fertig. Der räumliche Umbau des Instituts Kinderwunsch Burgenland wurde bereits 2024 umgesetzt, wobei die Kapazitäten laufend erweitert werden.
Mit dem Start der bariatrischen Ambulanz im März 2025 wird in der Klinik Güssing ein neues Angebot geschaffen, die ersten Operationen in diesem Bereich sollen im April erfolgen.
In der Klinik Kittsee wird der Bettentrakt für mehr Komfort adaptiert. Veraltete Sechs-Bett-Zimmer werden durch moderne Patientenzimmer inklusive Nasszellen ersetzt. Aufgrund der Leistungen, die in der geplanten Klinik Gols angeboten werden sollen und, um die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung vor Ort bis zum Start der neuen Klinik Gols zu gewährleisten, wird bereits jetzt in der bestehenden Klinik Kittsee mit dem Aufbau und der Etablierung des Fachschwerpunktes Orthopädie und Traumatologie begonnen. In einem ersten Schritt wird ein großer OP-Saal errichtet, mit dem Zweck der Verwendung für ortho-chirurgische Eingriffe. Ein zweiter, kleinerer OP-Saal wird für weitere chirurgische Eingriffe zur Verfügung stehen.
„So viele Ärzte wie noch nie im Burgenland“
Entsprechend dem Regierungsprogramm, dem „Zukunftsplan Burgenland 2030“, werden auch Ausbildungsmöglichkeiten weiter forciert, mit dem langfristigen Leuchtturmprojekt, eine eigenständige Medizin-Universität im Burgenland zu schaffen. Am Aufbau dieser privaten Medizin-Uni wird bereits gearbeitet. „Wir bilden das Personal für unsere Kliniken selbst aus und sichern uns dadurch einen klaren Wettbewerbsvorteil“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Während österreichweit ein drohender Ärztemangel im öffentlichen Gesundheitssystem schwelt, habe man im Burgenland aber bereits eine Trendumkehr geschafft: In burgenländischen Kliniken seien so viele Medizinerinnen und Medizinier wie noch nie beschäftigt, betont der Landeshauptmann: „Das Burgenland ist auf dem Arbeitsmarkt der Mediziner mittlerweile sehr gefragt, dazu tragen die Rahmenbedingungen oder auch das burgenländische Ärztepaket bei.“ Derzeit werden zudem 148 angehende Ärztinnen und Ärzte über ein Stipendium des Landes Burgenland gefördert. Sie alle haben sich im Gegenzug dazu verpflichtet, mindestens fünf Jahre im niedergelassenen Bereich mit Kassenvertrag zu praktizieren, oder in einer burgenländischen Klinik zu arbeiten.
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Bildtext Da Vinci SP Roboter: Das Operationssystem Da Vinci SP, das Landeshauptmann Hans Peter Doskozil gemeinsam mit Primarius Dr. Gottfried Pfleger, Univ.-Prof. Dr. Stephan Kriwanek, dem medizinischen Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland, und Mag. Franz Öller, dem kaufmännischen Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland, in der Klinik Oberwart besichtigte, wird demnächst zum ersten Mal eingesetzt.
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland
Eisenstadt, 26. Februar 2025
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