VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland sucht Projekte und Konzepte für zukunftsfähige Mobilität und umweltverträglichen Gütertransport

Einreichfrist bis zum 28. Mai 2025 – Trend zur aktiven Mobilität mit großem Potential – Burgenland mit zahlreichen Initiativen im Rad- und Fußverkehr
 

Künftige Trends und Entwicklungen, wie selbstfahrende Fahrzeuge als Ergänzung zum Öffentlichen Verkehr, mehr Sharing-Mobility und die leichtere Verknüpfung durch die weitere Digitalisierung betreffen die Mobilität sowohl in Stadt und Land, ebenso die Tatsache, dass die Zahl älterer stark zunimmt und das Verkehrssystem seniorengerechter werden muss. Projekte und Konzepte, wie Mobilität und Gütertransport in den Städten und Regionen zukunftsfit werden, sind beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland gesucht. Der VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Burgenland und den ÖBB durchgeführt und vom Verkehrsverbund Ost-Region VOR unterstützt. Einreichfrist ist der 28. Mai 2025, Einreichunterlagen und Informationen zum VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland gibt es unter www.vcoe.at und beim VCÖ unter (01) 893 26 97. 
Die Mobilität der Zukunft muss den Herausforderungen in urbanen Zentren und ländlichen Räumen gleichermaßen gerecht werden. Mehrere Mobilitätstrends und Entwicklungen ändern sowohl die Mobilität in den Städten als auch am Land, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Selbstfahrende Fahrzeuge werden in Zukunft eine wichtige Rolle als Ergänzung zum Öffentlichen Verkehr spielen. "Wenn wir zehn, fünfzehn Jahre in die Zukunft blicken, dann werden vollautomatisierte Shuttle beispielsweise als Zubringer zum Bahnhof bereits verbreitet sein und so eine Lücke in der öffentlichen Mobilitätskette schließen. Wichtig ist, dafür gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, auch um negative Auswirkungen zu verhindern. Denn wenn jeder private Pkw ein selbstfahrendes Auto ist, wäre ein Verkehrschaos die Folge, weil dann zusätzlich viele Fahrzeuge leer herumfahren", stellt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky fest. 
Die weitere Digitalisierung erleichtert die Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel und stärkt die Sharing-Mobility, also Carsharing und Leihradsysteme. Auch der Trend zur aktiven Mobilität birgt großes Potenzial sowohl für Städte als auch für die Regionen. Denn auch in den Regionen sind viele Alltagswege kürzer als fünf Kilometer und damit in Radfahrdistanz. Zudem werden Elektrofahrräder immer beliebter. Der unterstützende Elektromotor erhöht die Reichweite von Fahrrädern, Steigungen sind leicht zu bewältigen. Auch deshalb ist der Ausbau des Radwegenetzes sehr wichtig, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. 
Verkehrslandesrat Heinrich Dorner verweist in diesem Zusammenhang auf umfassende Maßnahmen seitens des Burgenlandes im Bereich der aktiven Mobilität, besonders beim Radfahren. "Wir investieren zwischen 2022 und 2026 insgesamt 25 Millionen Euro in ein Radwege-Attraktivierungsprogramm. Alleine im Jahr 2024 wurden wieder 16 Infrastrukturprojekte mit einer Gesamtlänge von mehr als 25 Kilometern umgesetzt. Mit sicheren, qualitativ hochwertigen und direkten Radverbindungen schaffen wir Anreize, das Rad vermehrt als Verkehrsmittel für den Alltag zu nutzen - vor allem auch als Zubringer zum öffentlichen Verkehr. Damit schaffen wir eine perfekte Kombination aus den Mobilitätsformen der Zukunft", so Dorner. 
Analog zum Radfahren wird auf Initiative des Landesrats auch ein eigener Masterplan zur Attraktivierung des Fußverkehrs erarbeitet. "Zu-Fuß-Gehen ist die gesündeste und kostengünstigste Form der Fortbewegung. Die steigende Bedeutung des Fußverkehrs ist auch in unserer Gesamtverkehrsstrategie abgebildet. So werden bereits Fuß- und Radverkehrschecks mit Fokus auf Haltestellen durchgeführt, Richtlinien für Verkehrsberuhigung in Ortszentren entwickelt und bei der Raumplanung wird besonderes Augenmerk auf die fußläufige Erschließung gelegt", hielt Dorner fest. 

Einen weiteren Einfluss auf die Mobilität in Stadt und Land hat die steigende Anzahl älterer Menschen: Laut Bevölkerungsprognose der Statistik Austria werden im Jahr 2040 rund 99.000 Burgenländerinnen und Burgenländer der Generation 65 plus angehören, um 38 Prozent mehr als heute. Die Zahl der über 84-Jährigen wird mit rund 15.400 um 67 Prozent höher sein als heute. Es sind verstärkte Maßnahmen für ein seniorengerechtes Verkehrssystem, wie Barrierefreiheit und Verkehrsberuhigung im Ortsgebiet wichtig.

„Zukunftsfit für Stadt und Land" Motto des heurigen VCÖ-Mobilitätspreises 

Die künftigen Herausforderungen in der Mobilität können bewältigt werden, wenn alle Akteurinnen und Akteure dabei mitwirken. Deshalb haben heute VCÖ, Verkehrslandesrat Heinrich Dorner und die ÖBB den VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland gestartet, der heuer unter dem Motto "Zukunftsfit für Stadt und Land" steht. 
Gesucht sind Projekte und Konzepte, die den Gütertransport oder die Mobilität in Städten und Regionen zukunftsfit machen. Betriebe und Unternehmen, StartUps, Gemeinden und Städte, Schulen, Fachhochschulen und Universitäten, Tourismusregionen und Wohnbauträger sowie Initiativen können Projekte einreichen, die schon heute zeigen, wie Mobilität und Gütertransport der Zukunft besser, effizienter und umweltverträglicher sein können. 
Judith Engel, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG, ruft zur Teilnahme am VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland auf und betont:  "Um die Klimakrise zu meistern, müssen wir den Mobilitätssektor neu denken und nachhaltig gestalten. Hierfür braucht es innovative Lösungen, die wir wie jedes Jahr auch heuer wieder mit dem VCÖ-Mobilitätspreis der Öffentlichkeit vorstellen dürfen. Die ÖBB sind als Partner wieder gerne dabei. Wir freuen uns auf die spannenden Einreichungen". 
Die Einreichungen zum VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland werden von einer Fachjury bewertet. Im September werden die am besten bewerteten Projekte von Verkehrslandesrat Heinrich Dorner, dem VCÖ und den ÖBB ausgezeichnet. Im Vorjahr wurden die Gemeinde und Volksschule Leithaprodersdorf für das Projekt Bewegungsaktiv zur Schule prämiert sowie der BiciBus Breitenbrunn und die Burgenland Card.