Gaming

Internetsucht bezieht sich auf ein breites Spektrum von problematischen Verhaltensweisen im Zusammenhang mit der Nutzung des Internets, wobei die Gaming Disorder (Störung durch Computerspielen) eine spezifische und gut erforschte Unterform darstellt.

Nicht jede intensive Nutzung des Internets oder von Computerspielen ist automatisch eine Sucht. Normaler Konsum zeichnet sich dadurch aus, dass die Nutzung kontrolliert und zeitlich begrenzt ist, andere Interessen und Aktivitäten weiterhin gepflegt werden, keine negativen Konsequenzen entstehen und die Nutzung primär dem Vergnügen und der Entspannung dient.

Die Gaming Disorder ist eine anerkannte Diagnose und wird als Verhaltenssucht klassifiziert.

Kriterien für Gaming Disorder:

  • Priorisierung: Das Spielen hat Vorrang vor anderen Aktivitäten und Verpflichtungen.
  • Kontrollverlust: Unfähigkeit, den Beginn, die Häufigkeit, Intensität, Dauer und den Kontext des Spielens zu kontrollieren.
  • Fortsetzung trotz negativer Folgen: Das Spielen wird trotz negativer Konsequenzen fortgesetzt.
  • Leidensdruck: Das Verhalten verursacht erheblichen Leidensdruck und Beeinträchtigungen in wichtigen Lebensbereichen.

Ursachen und Risikofaktoren:

  • Belohnungssystem: Gaming aktiviert und verändert das Belohnungssystem im Gehirn.
  • Emotionsregulation: Gaming wird oft als Strategie zur Emotionsregulation eingesetzt, um unangenehme Gefühle wie Langeweile, Stress oder Einsamkeit zu vermeiden.
  • Komorbidität: Psychische Störungen wie ADHS, soziale Phobie und Depressionen treten häufig gemeinsam mit Online-Verhaltenssüchten auf.
  • Soziale Faktoren: Soziale Interaktion in Online-Spielen kann zur Entwicklung einer Gaming Disorder beitragen, insbesondere bei Personen mit Entfremdung von ihrer Umwelt.

Auswirkungen:

  • Psychische Gesundheit: Internetsucht und insbesondere Gaming Disorder können mit Depressionen, Angstzuständen und sozialer Phobie einhergehen.
  • Körperliche Gesundheit: Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung können zu Übergewicht und anderen gesundheitlichen Problemen führen.
  • Soziale Isolation: Vernachlässigung реаler sozialer Kontakte zugunsten von Online-Interaktionen.

Schulische/berufliche Probleme: Verschlechterung der Leistungen, Fehlzeiten.

Gaming Zielgruppe Jugendliche
Monetarisierungsformen und Lootboxen